Um den Problemzonen zu Leibe zu rücken, Zeit zu sparen, den Messablauf zu beschleunigen und genauere Ergebnisse zu erzielen, wurde ein einfach einzusetzendes Messhilfsmittel entwickelt. Axel Schamal, Kontrolleur im Messtechnik bei Daimler Chrysler in Sindelfingen, hatte den genialen Einfall, das Problem mit einer Halbkugel aus der Welt zu schaffen. Das Prinzip ist ganz einfach: die Unterseite der Halbkugel ist mit einem Stift versehen, der in die Lochbohrung eingeführt wird. Somit muss der Messtaster nicht mehr die Bohrung ‚aufspüren’, sondern lediglich die präzise gefertigte Kugeloberfläche antasten. Die kritischen Zonen, z.B. an Spiegel- und Scheibenwischerbefestigungen, sind schneller und besser zugänglich; die Bohrung ist in null Komma nichts geortet. Bei Daimler Chrysler in Sindelfingen, wo C-, E- und S-Klasse gefertigt werden, sind die Kugeln schon längst nicht mehr wegzudenken; sie gehören dort mittlerweile in fast allen Messräumen zum Standard-Equipment. Und auch in den anderen Werken wie Bremen, Rastatt und Alabama haben sich die kleinen Halbkugeln erfolgreich durchgesetzt.