Herkömmlich wurden Kuben oft in gegossener Form erstellt und waren kaum veränderbar sowie sehr
schwer. Vielen Modell-Änderungen konnte der Kubing kaum angepasst werden. Diese Methode war
recht teuer; bei einem Face-lift war ein neuer Kubing erforderlich. Nach Auslauf des Modells ergab
sich meist keine weitere Verwendung für den Guss-Kubing, so dass dieser entweder eingelagert oder
entsorgt werden musste.
Um Zeit und Kosten zu sparen setzen heute viele Automobilhersteller auf modulare Bauweisen. Das
hat vor allem den Vorteil, dass Modell-Änderungen besser angepasst werden können. Auch ist die
Wiederverwendung der Einzelkomponenten für andere Modelle möglich.
Witte Bleckede, Hersteller des Alufix und Aluquick-Baukastensystems, hat sich auf die Erstellung
modularer Kuben spezialisiert. Hierbei erweisen sich die typischen Merkmale der Witte-Systeme wie
hohe Präzision, Einsatzflexibilität und geringes Gewicht als besonders vorteilhaft. Diese Vorteile
wirken sich neben kürzeren Fertigungszeiten vor allem auf die Modifikationsmöglichkeiten im Falle von
Modell-Änderungen aus.
Die Grundrahmen der modularen Kuben werden aus standardisierten Profilen, d.h. aus Komponenten des Alufix- und/oder Aluquick-Baukastensystems erstellt. Bereits in der Konstruktionsphase ergeben sich erhebliche Zeitvorteile gegenüber herkömmlichen Gussrahmen-Konstruktionen. Die Werkstück- Adaptionen und Kuben-Elemente werden anhand des Rasters positioniert. Da die modularen Profile lediglich geschraubt werden, sind keine weiteren Fügeverfahren wie Schweißen, Kleben oder Nieten erforderlich. Dadurch ergibt sich eine nahezu 100-prozentige Wiederverwendbarkeit der Grundrahmen und der Adaptionsstruktur. Bei Modell-Änderungen werden lediglich die gefrästen Kontur- oder Flächenmodelle sowie ggf. einzelne Profile des Grundrahmens ausgetauscht. Somit kann ein modularer Kubing nahezu unbegrenzt an immer wieder neue Aufgaben angepasst werden.