Diese Bearbeitung wurde zuvor manuell mit elektrischen Sägen durchgeführt.
Die Fixierung der Sandwichplatten auf der Maschine sollte zunächst durch mechanische Spanner
erfolgen. Da diese Methode jedoch aufgrund der großflächigen Werkstücke zu zeitaufwendig gewesen
wäre und die Spanner darüber hinaus die Verfahrwege des Maschinenkopfes beeinträchtigt hätten,
wurde eine Vakuum-Spannmethode gewählt.
Es wurde das Vakuum-System Flip-Pod von Witte Bleckede eingesetzt, da es sich durch hohe
Haltkräfte auszeichnet und für den Einsatz auf Großmaschinen sowie für die Bearbeitung von Holzund
Kunststoffwerkstücken prädestiniert ist. Darüber hinaus ist die Dichtung so ausgebildet, dass auch
Naturfaserwerkstoffe und rauhe Oberflächen gespannt werden können. Es erlaubt die Bearbeitung
von Fasen, Radien und Hinterschnitten an den äußeren Werkstückkonturen.
Das Flip-Pod-Vakuumsystem besteht aus einer Vakuumplatte mit einem durchgängigen Raster, in das
sogenannte Pods eingesetzt werden. Diese Pods sind sozusagen die Kontaktstücke zum Bauteil, über
die es angesaugt und somit gespannt wird. Nicht benötigte Pods können umgedreht in den
Hohlräumen der Pod-Platte gelagert werden und stehen jederzeit für Einsätze unterschiedlicher
Bauteilgeometrien zur Verfügung.
Im vorliegenden Anwendungsfall wurde die Fräsmaschine mit sechs Flip-Pod-Platten im Standardmaß 300x300 mm ausgestattet. Die Platten können separat geschaltet werden, so dass die Bearbeitung unterschiedlich großer Werkstücke möglich ist.